Der Aschermittwoch

Der Aschermittwoch stellt eine erste Zäsur im noch jungen Jahr dar. Er ist kein gesetzlicher Feiertag, wohl aber hat er in vielerlei Hinsicht - insbesondere für das Christentum - eine wichtige Bedeutung. Mit ihm enden die Ausschweifungen der Faschings- oder Karnevalszeit und die Fastenzeit bricht an. Auch für die Politik hat dieser Tag als politischer Aschermittwoch eine wichtige Bedeutung.

Mit dem Aschermittwoch hat in erster Linie eine christliche Bedeutung. Mit ihm beginnt die Fastenzeit, die sich über 40 Tage hinweg erstreckt. Diese Zeit soll an die 40 Tage erinnern, an denen Jesus betend und fastend in der Wüste gelebt hat. Die Fastenzeit endete in der alten Kirchenverordnung mit dem Karsamstag und umfasst demnach 46 Kalendertage. Dabei sind aber die 6 Sonntage, die in dieser Zeit enthalten sind, vom Fasten ausgenommen. Dass der Sonntag ausgenommen ist, beruht auf einem einfachen Grund: Christen feiern an jedem Sonntag die Auferstehung Christi, somit sind diese von der Fastenzeit ausgenommen.

Da das Osterfest zu den beweglichen Festen gehört und sich nach dem ersten Frühlingsmond richtet hängt indirekt auch der Aschermittwoch von den Mondphasen ab.

Aschermittwoch-Kalender
Hier finden Sie eine kalendarische Übersicht über die Aschermittwochtermine der kommenden Jahre.



Der Aschermittwoch stellt aber nicht nur den Beginn der Fastenzeit dar, sondern er symbolisiert auch das Ende der Faschingszeit. Damit endet vor allem für die Jecken in den rheinländischen Karnevalshochburgen eine turbulente Saison, die am 11. November des Vorjahres ihren Anfang genommen hat. Die ursprünglich christliche Tradition des Fastens vom Aschermittwoch an, wird daher oft auch von weniger gläubigen Mitmenschen gerne aufgegriffen, die nach dem ausschweifenden Faschings-Countdown bereitwillig auf Alkohol oder Süßigkeiten verzichten. Es beginnt in jedem Fall eine ruhigere Zeit, die Körper und Seele gut tut.



In Aschermittwoch for one verabschiedet sich das betagte
Funkenmariechen von seiner geliebte Karnevalszeit.
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Neben zahlreichen christlichen Ritualen und Bräuchen wie dem Aschekreuz hat sich auch eine weitere weltliche Tradition etabliert. Auch politische Parteien nutzen diesen Tag um beim politischen Aschermittwoch in lokalen und regionalen Versammlungen und Kundgebungen Präsenz bei ihren Anhängern zu zeigen.