Die Bedeutung des Aschermittwochs im Christentum

Im Christentum gibt es rund um Aschermittwoch und Fastenzeit eine Reihe von Ritualen, die begangen werden, und die durchaus auch in der Gesinnung von weniger gläubigen Menschen verankert sind, wie etwa das traditionelle Fischessen oder der zeitweilige freiwillige Verzicht, beispielsweise auf Alkohol, Süßigkeiten und andere Genussmittel.


Das Einläuten der Fastenzeit

Die Fastenzeit soll an die 40tägige Zeit Jesus in der Wüste erinnern, die er betend und fastend verbracht hat. Im Christentum darf an diesen 40 Tagen kein Fleisch verzehrt und kein Alkohol getrunken werden. Zu Zeiten des Mittelalters durfte an diesen Tagen gar nichts zugeführt werden, was oft zu einer wahren Belastung wurde. Vor allem Kranke und alte Menschen litten sehr an dieser strengen Auslegung der Fastenzeit. Heutzutage wird dieser Brauch weitaus weniger streng praktiziert. Es wird weder komplett 40 Tage auf Essen verzichtet und auch Fleisch muss nicht mehr völlig vom Speiseplan gestrichen werden. Moderne Christen verzichten meist nur noch am Aschermittwoch und am Karfreitag auf den Genuss von Fleisch. Zudem wird an diesen beiden Tagen nur eine Mahlzeit eingenommen.

Wohl hat sich aber in unserer schnelllebigen Gesellschaft insgesamt ein Bewusstsein für Fastenrituale entwickelt und wenn es auch nicht immer der Verzicht auf Nahrung ist, so schränken sich viele zeitweise doch gerne bereitwillig bei Alkohol, Süßigkeiten oder auch beim digitalen Konsum wie Fernsehen oder Internet ein.

Der Aschermittwoch im Kirchenjahr

Im Christentum haben die 40 Tage des Fastens einen tieferen Sinn. Diese 40 Tage gehen auf den Passionsweg von Jesus zurück. Jesus hat nach der Taufe im Jordan eine 40tägige Fasten-, und Gebetszeit durchgeführt. So ist die Zahl 40 aber auch an anderen Bibelstellen immer wieder zu finden. Die Zahl 40 hat in der Bibel einen tieferen Sinn. Diese Zahl stellt im Christentum immer einen Zeitraum dar, indem es zu Veränderungen und Wendungen kommen kann.

Vom Aschermittwoch bis Karsamstag sind es aber tatsächlich 46 Tage, wobei die Sonntage zum Gedenken an die Auferstehung Christi ausgenommen sind.

Der Aschermittwoch stellte in der alten Kirche immer ein besonderes Ereignis dar. Für Taufbewerber war dieser Tag der Beginn eines 40tägigen Bußweges, auf dem sie sich von den heidnischen Lasten befreien konnten. Natürlich standen auch damals das Fasten und der Verzicht auf Nahrung im Fokus. In der Feier der Osternacht fand die Fastenzeit schließlich ihr Ende und gleichzeitig ihren Höhepunkt, denn in dieser Nacht konnten die Bewerber endlich getauft werden.

Seit 1969 gibt es eine neue Verordnung der Kirche. Demnach endet die Fastenzeit nun nicht mehr am Karsamstag, sondern bereits am Gründonnerstag. Allerdings wird auch am Karfreitag immer noch traditionell gefastet.

Das Aschekreuz

In der heiligen Messe am Aschermittwoch wird immer das Aschekreuz gespendet. Nach der Predigt über die Lesung wird die Asche mit Gebeten und Weihwasser vom Priester geweiht. Dabei werden während der gesamten Segnung immer wieder die Worte gesprochen: "Bedenke Mensch, dass du Asche bist und zum Staub zurückkehrst". Während das Aschekreuz gespendet wird, wird dieses Ritual mit Liedern begleitet. Nachdem das Kreuz aus Asche erteilt wurde, werden die Fürbitten gesprochen.

Das Aschekreuz stellt im Christentum ein besonderes Symbol dar. Dieses Kreuz symbolisiert nicht nur die Buße, sondern auch die Reinigung. Das Aschekreuz wird von einem Priester gezeichnet auf die Stirn der Christen. Es handelt sich hier eine besondere Asche, die aus den verbrannten Resten der Palmwedel besteht, die am Palmsonntag gesegnet wurden.

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